(Vom) Leben lernen

Vor kurzem fiel mir wieder einmal das Gedicht „Leben lernen“  von Ute Latendorf  in die Hände. Ich kenne es schon lange, doch diesmal hat es mich inspiriert, darüber nachzudenken, was ich in den vergangenen über 50 Jahren eigentlich vom Leben für das Leben gelernt habe: 

Vom Leben lernenVom Tango-Argentino: dass Verbindung, Langsamkeit und Freude an der Improvisation wichtiger sind als Perfektion in der Technik oder eine Vielzahl einstudierter Schrittfolgen. 

Vom Klettern: dass auch kleinste Tritte oft genug Halt bieten, um einen Schritt weiterzukommen.

Von der Contact-Improvisationdass jeder Moment und jede Begegnung einzigartig ist. 

Vom Schlittschuh-Laufen: dass erfolgreich zu sein und Fortschritte zu machen keine Frage des Alters ist, sondern des Dranbleibens, des Mutes, Neues zu wagen und der Wiederholung.

Vom Joggen: dass man auch noch nach Jahren des Laufens in einer bekannten Gegend, einen neuen und viel schöneren Weg entdecken kann.

Vom Rad-Fahren: dass es sehr schön sein kann, wenn es auch mal bergab geht.

Vom Wandern: dass es wichtig ist, ein bekömmliches Tempo zu finden. 

Vom Eisbaden: dass sehr oft mehr möglich ist, als ich mir vorstellen kann.

Von meinen Kindern: dass Vieles, was ich für selbstverständlich halte, in Wahrheit ein Geschenk des Lebens an mich ist, dem ich mit Demut und Dankbarkeit begegnen sollte. 

Von Beziehungen: dass sie um so mehr gelingen, je besser ich mich selbst kenne und mit mir selbst in einem guten Kontakt bin.

 

Und was hat das Leben Sie gelehrt? 

 

Categories: Allgemein, Denkanstöße

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